E-Mails

Mi, 4.08.2004, 16:13
Vorschlag für Ihr Wortmuseum:
just (eben, gerade, recht) G.

Mi, 30.06.2004, 16:26
Also, nach dem Wort Pli wird schon ab und zu mal in Kreuzworträtseln gefragt und Paraplue (so geschrieben) ist mir auch gut bekannt - noch aus der Zeit, als wir mehr auf Franzosen als auf Amis standen! S? und von Kaiser Rotbart Lobesam wurde uns vor über 50 Jahren in der Schule berichtet.
Vorschlag für das Wortmusem: kommod (bequem, gemütlich) kann aber auch sein, dass es "commod" geschrieben wird. Eben fällt mir ein: ein afrikanisches Sprichwort heißt: wenn ein alter Mensch stirbt, dann stirbt immer etwas Bibliothek mit - oder so ähnlich. Das trifft eigentlich auch für uns zu, oder? Das Wortmuseum fasziniert (oder besser fesselt?) mich immer mehr.
L.R.

Do, 10.06.2004, 22:53
Guten Abend!
Wir haben mit großer Freude von diesem einmaligen Wortmuseum Kenntnis genommen und sind nun glücklich durch die Gewissheit, dass wir nicht die einzigen sind, die außergewöhnlichen Wortkonstrukten verfallen sind. Deshalb senden wir hiermit hochachtungsvoll einen neuen Erweiterungsvorschlag, der da lautet:
Parapluie

In der Hoffnung, das Niveau nicht unterschritten zu haben
M.L. und H.W.

Mi, 9.06.2004, 16:57
Hallo Herr Rohn,
ich habe über das Wortmuseum einen Artikel gelesen, ich glaube in der "Rheinpfalz".

Mit besten Grüßen,
M.H.

Fr, 4.06.2004, 08:54
Hallo Herr Rohn,
sehr schöne Idee, Ihr Wortmuseum. Hier noch ein paar Vorschläge:
Heufieber (Heuschnupfen)
eingedenk (nach Duden: sich an etw. erinnern u. es beherzigen, sich etw. vor Augen halten) z.B.: eingedenk seiner Verdienste Zwar noch bekannt, aber sozusagen potentiell gefährdet, wahrscheinlich wegen der Länge:
nichtsdestotrotz (trotzdem)

Viel Erfolg weiterhin,
mit besten Grüßen,
M.H.

Do, 3.06.2004, 11:21
Sehr geehrter Herr Rohn,
Wir haben in unseren Deutschunterricht von ihrem Wörtermuseum erfahren und uns überlegt, welche Bedeutung das Wort "mäandern" haben könnte. Die Bedeutungen, die uns einfielen waren: mehr ändern (verändern) / etwas ändern und (sich) verändern. An dieser Stelle ein paar Beispiele:

-In der Schule muss mäandern werden.
-Die heutige Politik muss man mäandern.
-Du solltest deine Lebendeinstellung mäandern.
Auf die wahre Bedeutung kamen wir jedoch nicht: Ein sich schlängender Flusslauf

Mit freundlichen Grüßen
M.B. und C.B.

Di, 25.05.2004, 17:05
Guten Tag Kay-Uwe Rohn,
gern besuche ich von Zeit zu Zeit Dein temporäres Museum, denn ich liebe auch schon einmal ausgefallene oder seltene Worte. "Mäandern" war für mich auch ein Vorschlagswort, jedoch vergaß ich das Museum für einige Zeit und nun ist es schon ausgestellt.
Gern sende ich Dir meine Vorschläge für das Museum
- vielleicht sind sie es ja wert, ausgestellt zu werden.

balbieren = barbieren, jmdn. über den Löffel balbieren, "betrügen", ursprünglich "rücksichtslos behandeln", (der Barbier schob dem Kunden einen Löffel unter die
Wange im Mund und konnte somit einfacher rasieren)
Anmerkung: ein Wort, das einer meiner Großväter gern benutzte Baldower = Gauner, Betrüger, (aus dem hebräischen: baal = Mann + dawor = Wort: Mensch, der zu überreden versucht)
Anmerkung: kenne ich noch aus meinen Kindertagen: "Na, du kleiner Baldower ..."

Fingerling = Schutzüberzug für verletzten Finger

Federfuchser = kleinlicher, am Buchstaben hängender Mensch; Schreiberling; (verächtlich für Schriftsteller)

hurtig = flink, geschwind, behende

Lulatsch = langer, schlaksiger Kerl

Matz = kleiner Kerl, Hosenmatz

Vettel = liederliches (Mittelalter), altes Weib

Wust = Unordnung, ungeordneter Haufen

Herzliche Grüße von
W.H.

Do, 6.05.2004, 17:31
Sehr geehrter Herr Rohn,
ich finde diese, Ihre Idee von einem Museum der Worte sehr schön, sehr richtig und vor allen Dingen wichtig. Es gefällt mir, zwischen den von Ihnen ausgestellten Worten zu schlendern, zu schwadronieren und zu lustwandeln und mich von ihnen berühren zu lassen. Ich lerne auch sehr gern neue (alte) Wörter dazu. Zwei sehr schöne, fast vergessene Worte sind für mich:
spornstreichs
Frauenzimmer.
Vielleicht können Sie ja damit etwas anfangen.

Mit freundlichen Grüßen
J.B.

Mi, 21.04.2004, 21:38
Hallo,
ich muss Ihnen zu Ihrer Idee dieses Memorandums an Artefakte unserer Sprache Gratulieren! Klasse! Da fiel mir spontan die Redewendung "bass erstaunt" im Sinne von verblüfft, umg.sprl. "baff", ein, die ich schon "eine halbe Ewigkeit" nicht mehr gehört habe.

mit freundlichen Grüssen
A.M.

Mi, 21.04.2004, 21:09
Hallo!
Mein Kollege und ich schlagen "Inkommodieren "- es sich unbequem machen, Umstände machen. Uns fällt bestimmt noch mehr ein...

C.A.

Mi, 21.04.2004, 19:01
Hallo, Herr Rohn,
ganz kurz den Rest eines Beitrages über ihr Projekt wortmuseum habe ich heute noch auf NDR Kultur erwischt. Ich beschäftige mich auch professionell mit Sprache, als studierte Volkskundlerin auch vorzugsweise mit noch gerade lebenden, altertümlich anmutenden Begriffen, wie den von Ihnen präsentierten. Gern erführe ich mehr über Ihre Intention. Vielleicht läßt sich ja "klüngeln"?

Beste Grüße aus der Wortweberei sendet
C.G.

Mi, 21.04.2004, 17:26
Lieber Herr Rohn,
da haben Sie ein interessantes Projekt gestartet ,und ich wünsche Ihnen damit großen Erfolg! Einen Vorschlag möchte ich Ihnen machen: eine Abteilung "Redensarten" o.ä.; dazu gleich ein Beispiel: "Stelle dein Licht nicht unter den Scheffel" (Matth.5,14;Luk.11,33)

Mit freundlichem Gruß,
P.K.

Mi, 21.04.2004, 14:09
Sehr geehrter Herr Rohn,
heute wurde ich durch einen Artikel in der Mainzer Rheinzeitung auf Ihre Bemühungen aufmerksam, Wörter für ein Museum zu sammeln. Diese Idee finde ich einfach großartig und würde gerne einen kleinen Beitrag hierzu leisten. Das Wort "iwwernzwersch" bedeutet soviel wie "krumm, verkehrt oder ungeschickt". Es wurde früher hauptsächlich in der Region rund um Mainz benutzt, ist heute leider so gut wie in Vergessenheit geraten. Da mir dieses Wort besonders gut gefällt - allein schon wegen der außergewöhlichen Schreibweise - würde ich mich sehr freuen, wenn Sie dieses in Ihrem "Museum" aufnehmen würden.

Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg.
T.J.

Di, 13.04.2004, 18:50
Sehr geehrter Herr Rohn,
ich habe mal eine ganze Woche die Augen aufgehalten und einige Wörter gesammelt fürs Wortmuseum. Vielleicht ist das eine oder andere benutzbare Wort dabei. Einige Wörter sind dabei, die durchaus noch im alltäglichen Sprachbrauch sind, aber doch vom Aussterben bedroht sind.
Ich habe sogar schon meine Kinder darauf angesetzt, um mir Wörter, die sie lesen, aber als "veraltet" empfinden, zu nennen. Vielleicht kommt hierbei einiges interessantes heraus. Zumindest werden sie angeregt zu lesen. Zur Verdeutlichung, meine Kinder sind zwischen 4 und 15 Jahre alt (sechs Kinder, davon z. Zt. vier schulpflichtige). Hier nun aber meine Liste, viel Vergnügen:
  1. Grille (Laune, Eigenwilligkeit)
  2. Schrulle (wie 1.)
  3. Dirne (nicht im Sinne von Prostituierte, sondern im Sinne von Mädchen, vgl. Deern (auf Platt) oder Dirndl)
  4. Weib (Frau, vgl. weiblich)
  5. Leib (Körper)
  6. Bein (Knochen)
  7. gemein (für alle zusammen geltend, vgl. Gemeinde oder Gemeingebrauch)
  8. greinen (traurig sein, daher Gründonnerstag, also eigentlich "Grein"donnerstag)
  9. grallig (wütend oder ärgerlich)
  10. Gralle (Wut oder Zorn)
  11. ledig (allein, wie in: ich will davon ledig sein, vgl. entledigen)
  12. Himpten (Getreidehohlmaß)
  13. Falen (Pferd,vgl. Fohlen oder die redenden Wappen für West- und Ostfalen, daher auch das Niedersachsenross)
  14. Welfe (wildes Tier, vgl. Welpen oder Heinrich der Löwe, der sich auf Latein HENRICVS LEO oder VELPIVS nannte)
  15. Mär (Kunde, Botschaft, vgl. Märchen)
  16. Schalk (Knecht, vgl. Marschall = Pferdeknecht)
  17. wider (gegen, vgl. Widerspruch, erwidern etc.)
  18. Allmende (Gemeinschaftswiese, wo alle ihr Vieh gemeinsam darauf weriden lassen durften)
  19. Kanzler (ist bereits am Sterben. Nach dem Niedersächsischen Hochschulgesetz wurde der Chef der Universitätskanzlei so genannt, heißt heute nur noch "hauptamtlicher Vizepräsident")
  20. Abschrift (Vervielfältigung mit der Hand)
  21. Ablichtung (Vervielfältigung mit der Maschine)
  22. Pfund(500 g)
  23. Knabe (Junge)
Mit freundlichem Gruße
S.L.
Aktuelles
Das WORTMUSEUM stellt sich bei der Projektschule vor weiter
Der Link der Woche
Wörter des Tages.
http://wortschatz.uni-leipzig.de/