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E-Mails
So, 19.09.2004, 18:49
Sehr geehrter Herr Rohn,
ich bin inzwischen schon ein Dauergast Ihres Museums geworden und freue mich, beim Museumsrundgang immer wieder auf neue alte Bekannte zu treffen. Schön, wenn alte Worte so gut behütet, gepflegt und genutzt werden!
Viele Grüße und weiterhin sehr viel Erfolg.
A.S., Linguistin, Sprachtherapeutin und Museumsliebhaberin
PS: Ich freue mich schon sehr auf die Eröffnung des Museums-Shops!!!
Sa, 18.09.2004, 11:49
Sehr geehrter Herr Rohn,
an sich ist die Idee mit dem Wortmuseum nicht schlecht. Ich selbst schreibe einen Roman und habe mehrere deutsche Wörterbücher nach alten Wörtern durchforstet, was riesigen Spaß macht. Allerdings habe ich mich auf deutsche Wörter beschränkt. Was mich bei Ihrer Wortauswahl stört, sind die vielen Fremdwörter. Wer wie ich täglich Fremdsprachen benutzt, wird zahlreiche Wörter in Ihrem Museum wahrscheinlich für äußerst banal halten, weil sie ganz einfach die (verkümmerte) französische Übersetzung des deutschen Wortes sind. Ich würde mich an Ihrer Stelle auf deutsche Wörter beschränken, die
ein neues Licht auf aktuelle, geläufige Wörter mit gleichem Stamm werfen.
Das hat mehr Würze als verkapptes Französisch-Vokabeltraining.
Ich wünsche Ihnen natürlich viel Erfolg mit Ihrem Projekt.
Mit freundlichen Grüßen
D.P.
Fr, 17.09.2004, 17:22
Sehr geehrter Herr Rohn,
Ihre Idee ist einfach klasse. Ich hoffe nur, dass es nicht bei dem Stichtag im nächsten Jahr bleibt und Sie die Seite weiter betreiben. Aber meine Neugier stillt die bisherige Form noch nicht ganz: Schön wären noch Angaben zur Herkunft der Wörter und vielleicht auch der ein oder andere Beispiel-Satz, vielleicht aus der klassischen Literatur. Damit würde die Lebendigkeit -und auch der Verlust- der Wörter noch
erfahrbarer.
Mit freundlichen Grüßen
H.L.
Fr, 17.09.2004, 15:40
Hallo Herr Rohn,
was für eine wundervolle Idee. Vielleicht gefällt Ihnen mein
Lieblingswort (das ich leider viel zu selten benutzen kann) "pittoresk"
(malerisch)?
herzliche Grüße,
A.B.
Fr, 17.09.2004, 15:27
Sehr geehrter Herr Rohn,
die Idee des Wortmuseums gefällt mit wirklich ausserordentlich. Es ist gleichermaßen interessant wie erbaulich, sich mit verlorengegangenen Bestandteilen einer ehemals doch wesentlich "reicheren" Sprache beschäftigen zu können. Mein Vorschlag für ein Exponat:
Glast ( der Glanz, von gleissen).
M.B., Berliner Volksbank eG
Fr, 17.09.2004, 15:17
Sehr geehrte Museumsleitung,
folgendes Exponat schlage ich für die Ausstellung vor (eine
Wortschöpfung, die meine Großmutter gerne benutzt hat):
Gaudieren Spaß machen ("es gaudiert mich")
Quellen u.a.: Mörike, vgl. http://gutenberg.spiegel.de/moerike/gedichte/ei.htm
MfG
J.S.
P.S.: Danke für die schöne Ausstellung!
Fr, 17.09.2004, 15:17
Hallo,
mir gefällt die Idee Ihres Wortmuseums sehr gut. Vorallem kleine Schätze wie 'blümerant' lassen das Herz aufgehen.
Leider kann man durch Ihr Museum nicht spazieren. Warum gibt es keinen Pfad durch Ihr Museum? Eine Anregung für später: es sollte spätestens ab 50 Wörtern einen Index geben, oder sehen Sie das anders?
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
T.N.
Fr, 17.09.2004, 14:58
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe anerkennend die Sammlung des Wortmuseums gelesen. Mein Vorschlag ist:
Erklären Sie nicht nur die Worte, sondern bringen Sie auch wenigstens
ein Beispiel des Wortes im Satz. Ich weiß nicht immer, wie das Wort zu verwenden ist.
T.B.
Fr, 17.09.2004, 14:48
Guten Tag, Herr Rohn,
welch schöne Idee, Ihr Wortmuseum. Hier drei Exemplare aus meiner Privatsammlung, gerne als Dauerleihgabe:
Mein Lieblingswort:
löcken: mit den Füßen ausschlagen (nur noch in: wider den Stachel löcken)
bramarbasieren: prahlen, aufschneiden
insipid: töricht, albern, geistlos, abgeschmackt, fade, geschmacklos ...
Erfreut grüßt Sie
A.S.
Fr, 17.09.2004, 14:45
Sehr geehrter Herr Rohn,
Ihr Wortmuseum ist ein sehr interessantes Projekt. Ich könnte mir vorstellen,
dass ein Hinweis zur korrekten Aussprache der Wörter (in Lautschrift) noch
eine gute Ergänzung darstellen würde.
Mit freundlichen Grüßen
M.R.
Fr, 17.09.2004, 14:38
moin, moin,
wird karessieren transitiv oder intransitiv gebraucht
oder sowohl als auch? fragt
w.-g.s. hh
Fr, 17.09.2004, 14:03
Außergewöhnlich, längst überfällig. Jetzt erst weiß man was man all die Jahre vermisst hat! Mein Vorschlag für das Wortmuseum:
"Fräulein", Plur. "Fräuleins"
als titelähnliche Bezeichnung bzw. Anrede für eine unverheiratete Frau. Es ist noch gar nicht so lange her, dass diese Anrede üblich war und vielen Menschen ist es damals schwer gefallen, diesen Begriff nicht mehr zu verwenden bzw. durch "Frau" zu ersetzen.
Mit freundlichen Grüßen
H. S.
Fr, 17.09.2004, 13:26
Beckmesserei: gehässige, kleinliche Kritik, pedantisch Regeln anwendend.
Gebrauch häufig im Verbund ‚unfruchtbare Beckmesserei'. Der Begriff ist der
Figur des Stadtschreibers Sixtus Beckmesser aus Wagners Oper "Die
Meistersinger von Nürnberg" (1845-1867, Uraufführung: 21.6.1868 Königliches
Hof- und Nationaltheater München) entlehnt.
mfG
H.R.
Fr, 17.09.2004, 13:24
Hallo Freunde des Wortes,
eine wunderbare Idee, ein Wortmuseum für aus dem Sprachgebrauch gekommene Worte. Auch ich bin liebe gerade besonders jene alten Worte, die meist malerischer sind und eine größere emotionale Blumigkeit besitzen.
Wenn ich ebenfalls die Vorschläge machen dürfte, die mir spontan
einfallen :
intonieren ( singen )
wacker fürbass ( im Zusammenhang mit laufen, schreiten"wacker
fürbass; schnell flott laufen )
Viele Grüße und viel Erfolg !
O. M.
Fr, 17.09.2004, 11:05
Ich bin etwas baff, aus zwei Gruenden:
1.) Entweder gehoere ich mit 28 Jahren schon zum alten Eisen oder die Tatsache, dass ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr im deutschsprachigen Raum lebe, hat mich sprachlich 'isoliert'... Worte wie 'maeandern', 'Remise', 'greinen' und Maer [was ja nichts anderes ist als die nicht-verniedlichte Form von 'Maerchen'] sind zumindest Bestandteil meines gebrauchten Wortschatzes und fallen dort auch nicht in die
Kategorie 'wenn man mal sprachlich beeindrucken will'. Dass Schueler in einer Deutschstunde ueber die Bedeutung des Wortes "maeandern" spekulieren muessen und dabei zu derart hahnebuechenen Schluessen kommen, schockt mich einigermaßen. Die OECD-Studie laesst gruessen.
2.) Worte wie karessieren [engl. to caress, franz. caresser = liebkosen], ridikuel
[franz. = ridicule, engl. ridiculous, span. ridiculo etc.], kalmieren [engl. calm =ruhig, span. calma = Ruhe etc.] sind wohl genauso wenig deutschen Ursprungs wie'cool', 'hip' oder 'downloaden', nur dass sie eben sprachliche Modeerscheinungen von vor ein paar Jahrzehnten/ -hunderten repraesentieren. Ich bin mir schon bewusst, dass viele 'deutsche' Woerter ihre Wurzeln in anderen Sprachen haben, aber die oben
genannten sind einfach mal direkt uebernommene fremdsprachliche Begriffe mit deutscher Endung.
Nichtsdestotrotz, schon allein der Eintrag 'bluemerant' hat mich zum schmunzeln
gebracht und gibt Ihrem Museum die Daseinsberechtigung =)
Gruss,
S.R., London
Fr, 17.09.2004, 10:46
Schlage "wirsch" vor. Leider wird nur noch "unwirsch" gebraucht.
F.J.A.
Fr, 17.09.2004, 08:27
Guten Morgen,
gibt es schon ein alphabetisches Register der bisher eingereichten Wörter?
Vorsorglich trage ich heute schon mal nach:
Mahd = Ergebnis des Mähens
fürderhin = künftig.
obzwar = Obwohl
Ich melde mich sicher noch.
Herzlichen Gruß
B.S.
Do, 16.09.2004, 22:31
Hallo und Kompliment für das kleine, feine Museum!
Keine große Rede. Ich reiche das Wort 'ungeschlacht' ein. So nennt man wohl einen groben,
plumpen Menschen. Museumsreif ist es allemal: Es hat Geschichte und es ist sehenswert.
Viele Grüße aus Frankfurt/M.
T.F.
Do, 16.09.2004, 21:47
Sehr geehrter Herr Wortmuseumsdirektor,
Was fuer eine schoene Idee! Ich sitze hier fern der deutschen Sprache in Toronto und lese ueber Ihr Museum. Ich freue mich, bin aber auch gleichzeitig traurig, dass wir ein Wortmuseum brauchen, um alte Begriffe zu bewahren.
Wohlwissend allerdings, dass sich Sprache schon immer im Wandel befunden hat. Meine Eltern haben mir einige Begriffe hinterlassen, die fuer sie in ihrer Kindheit normal waren, die sicher aber eher auch lokal begrenzt eingesetzt wurden: eine Dogga war eine Puppe zum spielen, das Portemonnaie der
Geldbeutel und mein Lieblingsbegriff ist der Botschamber - ein Nachttopf, aus dem franzoesischen pot de chambre.
Ich wuensche Ihnen noch viele geistreichen Ideen und viel Erfolg fuer das Museum.
Herzliche Gruesse aus Toronto
K.M.
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